Hallo an alle 
ich habe gerade meinen zweiten akuten Iritis Schub innerhalb von 12 Monaten. Ich bin die komplette Diagnostik schon mehrfach bei verschiedenen Ärzten durchlaufen mit dem Ergebnis, dass ich zwar HLA-B27 positiv bin, jedoch keinerlei Anzeichen für Rheuma vorliegen. Durch Zufall wurde rausgefunden dass meine Mutter dieses Gen ebenfalls hat aber die hatte auch Zeit ihres Lebens nie was mit Rheuma zu tun und auch sonst haben wir das nirgends in der Familie. Ich bin also eine der "Ursache unklar" Fälle.
Da ich dieses Mal zehn Tage ganz zu Anfang der Entzündung falsch behandelt worden bin (neuer Augenarzt, war grad umgezogen, aber ich hatte ihm meine Krankengeschichte erzählt), ist die Entzündung dieses Mal auch sehr heftig und ich lag schon 4 Tage im Krankenhaus und hab zwei Spritzen ins Auge bekommen
Inzwischen tropfe ich seit 2 1/2 Wochen stündlich Kortison und nehm Abends die Kortisonsalbe. Jedesmal wenn mein Arzt versucht die Dosis zu verringern (auch wenn nur minimal), gehts sofort wieder los
Ich bin inzwischen schon seit fast einem Monat krank geschrieben und gehe nervlich total auf dem Zahnfleisch.
Zu der Entzündung kommt nämlich noch eine mysteriöse Sehverschlechterung, die sich mein Arzt nicht erklären kann (weswegen ich mir Mittwoch eine zweite Meinung einholen werde). Und zwar hat sich meine Kurzsichtigkeit total verschlimmert. Eigentlich habe ich lediglich -0.5 Dioptrien aber inzwischen sind es fast -4.0, wobei sich das auch ständig den ganzen Tag über ändert. Morgens zB seh ich immer super und dann wirds wieder schlechter. Der Arzt hat schon die Netzhaut angeguckt und zig andere Tests gemacht und findet irgendwie physiologisch nichts. Er meint es könnte sein dass das Kortison das 'Milieu' im Auge irgendwie chemisch verändert, aber das sei ihm noch nie unter gekommen. Ganz nah dran (ca. 50cm) seh ich alles glasklar, nicht verschwommen oder sonst wie, aber alles was weiter weg ist geht gar nicht. Hat da von euch zufällig jemand irgendwelche Erfahrungen mit?
Und gleich noch eine Frage, die vielleicht ein bisschen doof ist, aber ich kenne mich damit gar nicht aus: ab wann ist man eigentlich offiziell 'chronisch krank' und kann eine Schwerbehinderung beantragen? Ich frage weil meine berufliche Situation gerade durch die lange Erkrankung jetzt sehr prekär geworden ist und es schön wäre da etwas "handfestes" zu haben.
Liebe Grüße,
Chaorie