Beiträge von Carmen67

    Hallo,
    ich bin neu hier im Forum und hatte am 17.10.2018 im Alter von 50 Jahren meine erste Uveitis-Entzündung. Das Datum werde ich nicht vergessen, weil es den Beginn einer sehr schmerzhaften Erkrankung mit erheblichen Einflüssen in mein Leben einläutete.
    Seit 2010 leide ich an Rheuma, genauer gesagt Psoriasis-Arthritis und spritze seit 2013 wöchentlich 15mg MTX. Teotzdem bekam ich im Oktober 2018 eine Uveitis am rechten Auge. Nach etlichen Arztbesuchen, Kortisontherapien und Untersuchungen in Augenkliniken und weiter anhaltenden Schmerzen am rechten Auge wurde mir gesagt, dass mein Rheumatologe dringend auf Biologika umstellen soll. Seit Mai 2019 nehme ich nun alle 2 Wochen Adalimumab (das ist der Wirkstoff in Humira) zusätzlich zum MTX. Schon direkt nach der ersten Spritze spürte ich eine deutliche Verbesserung meiner Schmerzen, die immer weniger wurden. Seitdem habe ich keine Schmerzen mehr und ich hatte auch keinen einzigen Schub mehr. Da ich berufstätig bin und fast ausschließlich am Computer arbeite, habe ich aufgrund der Uveitis meine Arbeitszeit um 1 Stunde pro Tag reduziert. Lange Autofahrten selbst als Fahrerin sind für mich nicht mehr möglich. Mein Auge ist seitdem nicht mehr wirklich belastbar.
    Ich kann Humira bzw. Adalimumab zur Behandlung der Uveitis nur empfehlen! Ohne dieses Medikament wäre ich mit meinen Nerven schon am Ende. Eine Uveitis ist sehr belastend.
    Allerdings hatte ich Anfang November 2019 eine Gürtelrose am rechten Auge, weshalb ich derzeit bis auf weiteres alle Medikamente absetzen muss. Die Angst vor einer erneuten Uveitis ist bei mir im Moment sehr groß. Ich hoffe aber, dass ich mein Medikament Adalimumab rechtzeitig vor einer erneuten Entzündung wieder nehmen darf. Allerdings ist die Spritze etwas schmerzhaft, das Medikament brennt ziemlich. Selbst ich, die seit Jahren Spritzen gewohnt ist, muss mich jedesmal überwinden, sie zu nehmen. Aber ich weiß auch, dass nur dieses Mittel wirklich hilft.


    Ich drücke Eurer Tochter die Daumen! Mir tut es in der Seele weh, wenn ich lese, dass bereits Kinder an einer Uveitis erkranken. Allerdings könnte man bei Eurer Tochter von MTX auf Humira umsteigen, wenn sie keine Gelenkprobleme hat (ich nehme ja beide Medikamente wg. der Gelenkschmerzen).
    Mein Neffe, inzwischen 18 Jahre alt, hat Morbus Crohn und nimmt seit 2 Jahren Humira, er verträgt es sehr gut und seine Beschwerden sind so gut wie weg. Allerdings wissen wir auch hier nicht, wie es mit den Spätfolgen aussieht, wenn man über Jahre so starke Medikamente nehmen muss. Man hat die Wahl zwischen Pest und Cholera.
    :(