Die Teilnehmerzahl einer solchen Konferenzschaltung war wegen techn. Gründen auf 10 Personen beschränkt.
Jeder Teilnehmer hatte die Möglichkeit über den Beginn seiner Erkrankung zu berichten. Daraus ergaben sich viele Fragen und eine rege Diskussion aller Teilnehmer.
Jeder hatte eine "andere Geschichte" über die Dauer und auch dessen Verlauf zu berichten. Wie macht sich ein neuer Schub bemerkbar? Dann wurde sich über Begleiterscheinungen der anterioren Uveitis wie Trockenen Augen, Unverträglichkeit von Kontaktlinsen Blendeempfindlichkeit sowie Psychische Auswirkungen ausgetauscht.
Fragen wie: "Was, wenn ich für längere Zeit ins Ausland gehen möchte oder Wie geht jeder mit seiner Krankheit
um" - waren ein interessantes Thema. Vor allem auch: "welche Medikamente werden genommen? Wie oft? Wie lange? Wie werden diese
vertragen?" Es wurden über Erfahrungen mit Immunsuppressiva berichtet. Da ja häufig die Ursache der Erkrankung nicht gefunden wird steht man der
Behandlung mit Immunsuppressiva skeptisch gegenüber. Fraglich ist die Wirkung bekannt sind die systemischen Nebenwirkungen.
Empfehlungen und Tipps, z.B. wie eine med. Reha Maßnahme (Kur) im "Sonnenhof " in Höhenschwand wurden angesprochen.
Erfreulicherweise konnte Herr Becker (DUAG Geschäftsführer) eine Zuschaltung mit Herr Lothar Weisel( 2. Vorsitzender u. Sozialrechtsexperte) ermöglichen.
Es wurde auch über die sogenannte "Kantenfiltergläserbrille" gegen Lichtempfindlichkeit berichtet, welche man als Hilfsmittel über die Krankenkasse beantragen kann.
Herr Weisel meinte dazu: "Wichtig sich VORHER einen Kostenvoranschlag ausstellen lassen und diesen mit der ärztlichen Verordnung vom Augenarzt bei der KK einreichen.
Auf dem Rezept sollte zwingend vermerkt werden: "...Zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben". Nach dem SGB § 9. Verweis auf die Hilfsmittelrichtlinien.
Wichtig: Bei Ablehnung seitens der KK auf einen schriftlichen Bescheid hierüber bestehen! Somit kann ein Wiederspruch eingelegt werden.
Von den Kantenfiltergläsern hatten die Teilnehmer der Telefonkonferenzschaltung noch niemand was davon gehört.
Zusammenfassend wurde festgestellt, dass es doch oft ziemlich lange dauerte, bis die Augenärzte eine Uveitis erkennen. Aber auch, das sie manchmal zu zögerlich mit der Medikation umgehen und sehr unterschiedlich was die Dosierung und Dauer der Medikation betrifft. Gerade bei der akuten Uveitis.
Wichtig, sich nicht von der Krankheit zu sehr einschränken lassen - soweit das für jeden Einzelnen möglich ist.
Die eineinhalb Stunden sind wie "im Flug" vergangen. Herzlichen Dank, an Herr Volker Becker, der dies ermöglicht hat. Auch an Lothar Weisel, ein "Dankeschön" der sich auch in seiner Freizeit für uns Zeit genommen hatte.
So eine Telefonkonferenz ist etwas sehr Gutes und auch sehr Praktisches! Teilnehmer vom Süden bis zum Norden, aus Ost und West - alle haben
sich zusammengefunden und das ganz bequem auf dem eigenen Sofa. Ein solcher Austausch hilft einem weiter zum Spezialisten in eigener Sache zu werden und
stärkt durch das Gefühl mit dieser seltenen Erkrankung nicht alleine zu sein.
Meine Idee ist, dass sich auch die Augenärzte eines solchen Austauschs mit unterziehen sollten.
Viele Grüße
Annette und Elisa