Hallo zusammen,
ich bin 25 Jahre alt und habe seit 2020 die Diagnose Uveitis intermedia. Zu meiner Hintergrundgeschichte: anscheinend hatte ich in meiner Kindheit eine starke Augapfel Prellung am linken Auge und es kam fast zu einer Netzhautablösung.
All die Jahre lief ich mit "Mücken" im Auge herum. 2016 habe ich meinen Augenarzt gewechselt und dieser hatte auf meiner Netzhaut diesen Riss (Netzhautriss) entdeckt. Sofort wurde eine Laser-Op zur Schließung dieses Risses angeordnet. Gesagt, getan. Alles verlief super. Ab dem Zeitpunkt habe ich nur noch einen kleinen schwebenden schwarzen Punkt gesehen.
2020 kam es dann zum ersten Schub. Ich habe natürlich nicht verstanden, warum ich auf einmal einen weißen Schleier am linken Auge gesehen habe. Sofort einen Termin beim Augenarzt gemacht und direkt untersuchen lassen. Mein Augenarzt hat eine Entzündung auf meiner Lasernarbe (von der Laserop) entdeckt. Überweisung zur Augenklinik Nürnberg Nord, Verdacht auf Sakaidose. In der Klinik waren sichtlich alle überfordert mit meinen Symptomen. Ich bin alle Untersuchungen durchgegangen, um nach der Ursache zu suchen. Alles erfolglos. Blutuntersuchungen, Röntgen meiner Lunge, Rheuma Konsil, MRT des Kopfes und der Wirbelsäule. Ich bin vollkommen gesund. Das einzige was positiv war, waren meine Werte für Toxoplasmose. Jedoch war diese zu diesem Zeitpunkt nicht aktiv und mein Wert war relativ gering.
Behandlung: Prednisolon Tropfen und Cortison. Hat alles super geholfen. 1 1/2 Jahre hatte ich Ruhe.
Im Jahr 2022, März um genauer zu sein, plötzlich der nächste Schub. Weißer Schleier und plötzliche Sehverschlechterung. Direkt nach meiner Corona-Infektion. Selbes Spiel von neu. Dieses mal im Krankenhaus Nürnberg Nord. Alle Untersuchungen wurden wiederholt. Ergebnislos! Nur schon wieder die Aussage, dass ich ja mal Toxoplasmose hatte und das eine Ursache sein könnte. (Zur Info. Es haben sich auf meiner Netzhaut, neben der Narbe, keine neuen Herde gebildet. Im Endeffekt, hat sich die Lasernarbe immer selbst entzündet.)
Naja mit Prednisolon und Cortison-Tropf war die Sache wieder erledigt und ich hatte genau ein halbes Jahr Ruhe. Im Oktober nach meinem Urlaub, wieder das selbe Spiel und die selben Behandlungen.
Mein Augenarzt hatte genug und hat mich durch einen persönlichen Kontakt zur Uniklinik nach Erlangen geschickt. Dieses Jahr im Januar hatte ich meinen ersten Termin. In einer Uveitis Sprechstunde konnte ich mit dem Chefarzt über meine Probleme sprechen. Nach den ganzen Untersuchungen im Krankenhaus konnte mir leider nicht weitergeholfen werden, da ich keinen aktiven Schub zu diesem Zeitpunkt hatte. Es wurde eine leichte Uveitis Intermedia festgestellt, jedoch inaktiv.
Nun sitze ich da und bin ratlos, was ich machen soll. Ich bin noch sehr jung und mein ganzes Leben auf neue Schübe zu warten, gefällt mir nicht. Ich habe durch diesen Krankheitsverlauf psychische Schäden erlitten und muss dementsprechend zur Therapie. Zudem bin ich auch zur Heilpraktikerin gegangen, da ich nicht mehr weiter weiß. Ich habe mich auch schlau gemacht und über eine Vitrekomie nachgedacht.
Alles in der Hoffnung, klarer zu sehen. Im Moment sehe ich nur schwarze durchsichtige Schlieren und einen kleinen schwarzen Punkt. Meine Narbe ist nicht aktiv (also nicht entzündet). Man kann damit Leben, ich weiß. Jedoch möchte ich ein Stück Lebensqualität wieder erreichen.
Habt ihr Tipps oder sehr gute Ärzte an die ich mich wenden kann? Privatärzte können auch gerne empfohlen werden.
Über einen Austausch würde ich mich sehr freuen!
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