• Hallo liebes Forum!


    Zunächst: Ich bin heilfroh, dass ich euch gefunden habe :)


    Ich leide an einer Uveitis intermedia (und MS und Morbus Crohn - nur als Zusazuinfo ;) ). Die Uveitis wurde vor 7 Jahren festgestellt neben Rissen in der Netzhaut; ich selbst habe sie nie bemerkt. Bei meiner halbjährlichen Kontrolluntersuchung beim Augenarzt hieß es jetzt plötzlich, sie sei aktuell aktiv und ich solle Kortisontropfen nehmen. Bis dahin hatte ich immer noch nichts von der Uveitis gemerkt. Ca. 3-4 Tage, nachdem ich mit den Kortisontropfen angefangen habe, bekam ich einen hellblau-grauen Nebel auf dem betroffenen Auge. Damit bin ich dann prompt wieder zum Arzt, weil ich als MSler befürchtet hatte, eine Sehnerventzündung und somit einen akuten MS-Schub zu haben. Laut Augenarzt sei da nichts, "...wahrscheinlich fühlen sich die Glaskörperverdichtungen durch die Entzündung dazu animiert, mehr Kuddelmuddel zu machen..." Ok. Mich irritiert das aber extrem. Diese Art "Sehverschlechterung" hatte ich noch nie. Und die Glaskörperverdichtungen habe ich ja nun auch schon etliche Jahre, aber einen kompletten Schleier hatte ich noch nie.


    Nun wäre meine Frage: Kann das eventuell von den Kortisontropfen kommen? Morgens ist der Nebel immer schlimmer und seit ich die Tropfen nehme und den Nebel habe, habe ich auch vermehrt Kreislaufprobleme. Also mir wird öfter mal schwarz vor Augen, bis sich der Kreislauf wieder gefangen hat.


    Kennt das jemand?

  • Hallo pia,


    Was du beschreibst kenne ich gut. Immer wenn ich mit Inflanefran zu tropfen beginne, ist schon nach kurzer Zeit eine deutliche Sehverschlechterung vorhanden und vorhandene Schleier (hab gerade auch eine uveitis intermediär) verstärken sich. Kortisontropfen können ja sowieso zu einer Trübung des Glaskörpers führen.


    Trotzdem ist es gut bei jeder deutlichen Verschlechterung zum Arzt zu gehen.


    Da die Entzündungdzellen im Glaskörper herumwandern, könnte es auch so sein, dass eine Wolke gerade stärker in deinem Sichtfeld liegt. Das halte ich aber für weniger wahrscheinlich, wenn deine Entzündung nicht stärker wurde. Ich tippe also eher auf die Tropfen als ursächlich. Den Effekt haben mir auch schon andere Betroffene bestätigt. Musst du auch weitstellungstroppfen nehmen?


    Gute Besserung!!

  • Vielen Dank für deine Antwort :) Also die Entzündung ist laut Arzt "auf dem richtigen Weg" - wird also langsam besser. Dann sind wohl die Tropfen schuld. Hatte sie auch zwischendurch kurz "abgesetzt" (sie waren leer und ich wusste nicht, dass ich mir dann ein neues Rezept holen sollte :D ); in dem Zeitraum war der Nebel jedenfalls weg.

  • Hallo Pia,


    na, das spricht ja für die Tropfen als Ursache. Ich habe inzwischen immer eine neue, nicht angebrochene Flasche Inflanefran im Kühlschrank (falls sich eine Uveitis anbahnt kann ich schon mal anbehandeln) und lasse mir lieber länger vor Ausgehen einer Flasche schon eine neue verordnen. Dann komme ich nicht in Stress ;). Na ja, das hätte der Augenarzt von dir aber auch ruhig dazusagen können, riechen kann man es ja nicht, wie lange man durchtropfen muss. Ich hatte neulich ein ähnliches Erlebnis, als ich neue Weitstellungstropfen bekommen habe. Der Apotheker meinte, sie müssen gekühlt werden und ich bin aus allen Wolken gefallen, weil ich die Tropfen schon öfter hatte und sie nie gekühlt hatte, weil mir das niemand gesagt hat und ich aufgrund der Weitstellung den Beipackzettel auch nicht lesen konnte. Na ja, scheint auch ohne Kühlung funktioniert zu haben und ab jetzt weiß ich es ;) Das sind die netten kleinen Erfahrungen des Alltags....


    ich hoffe, die Entzündung entwickelt sich weiter gut zurück. Ich bin auch schon sehr gespannt, ob sie sich bei mir so langsam auf den richtigen Weg macht oder ob wir doch mal wieder mit kortisonstoß bekämpfen müssen...


    Lieben Gruß


    Theechen

  • Denke auch :) Ich wusste überhaupt nicht Bescheid, was die Behandlung von der Uveitis angeht, weil ich ja 7 Jahre lang Ruhe hatte. Deshalb dachte ich, ein Fläschchen Tropfen und dann ist gut. "Frau ..., die setzt man nicht so einfach ab. Wenn, schleicht man das Kortison aus." Ok, weiß ich eigentlich. Aber als MSler bekommt man immer nur Kortisonstoßtherapien: 3/5 Infusion à 1000mg und fertig. Kein Ausschleichen. Dumme MSlerin :D Sowas gibt's auch bei der Uveitis? Wie sieht denn da so ein Kortisonstoß aus?


    Ich glaube, die übertreiben auch gerne mit dem "Ja nicht die Kühlkette unterbrechen!" :) Du bist ja der beste Beweis dafür!


    Liebe Grüße,


    Pia_83

  • Hallo Pia,


    Bei Komplikationen starte ich mit 70-100 mg Prednisolon und reduziere in 1-3 Monaten ganz langsam runter. Für MS Ler ist das natürlich nen Klacks. Da ist 1g täglich ja nicht unüblich.


    Weiter gute Besserung und nicht kirre machen lassen.


    Gruß Theechen

  • Naja, aber diese kurzen Anwendungen und hohen Dosierungen sind, glaube ich, besser zu vertragen, als über Wochen/ Monate geringere Mengen.


    Danke für die gute Besserung. Wünsche ich dir auch!

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