Infekte als Trigger oder unzureichende Wirkung Remicade?

  • Heute habe ich eine Frage an euch,


    ich habe die Erfahrung gemacht, dass mehrfach eine Uveitis durch einen Infekt ausgelöst wurde, häufig waren das Magen-Darm-Infekte, nach denen ich urplötzlich eine starke Uveitis bekommen habe. Seit Oktober bekomme ich ja Remicade-Infusionen, natürlich in der Hoffnung, dass nicht wieder so eine heftige Uveitis entsteht. Eines meiner Hauptprobleme mit Remicade ist einerseits der Wirkungsverlust nach 5 Wochen, so dass wir schon auf sechswöchige Infusionen umgestellt haben. Hinzu kommt aber auch eine starke Infektanfälligkeit, schon seit Beginn der Infusionen. Entweder erwischt es mich kurz nach der Infusion oder ein-, zwei Wochen danach, so dass ich häufig auch schon Antibiotika bekommen habe. Dieses Mal ist es besonders schlimm mit den Infekten. Er war gerade ausgestanden, ein kleiner Infektherd muss aber noch da gewesen sein, so dass ich nach der letzten Infusion postwendend wieder richtig krank wurde. Jetzt, zwei Tage später hat sich eine neue Uveitis angekündigt und ich frage mich:
    1. Ist der Infekt ursächlich für die erneute Uveitis?
    2. Reicht Remicade nicht oder müsste Remicade eine erneute Uveitis auch während eines Infekts vermeiden?


    Habt ihr auch schon die Erfahrung gemacht, dass Infekte die Uveitis triggern? Ich bin im Moment verunsichert und bange ein wenig um Remicade. Was, wenn die Wirkung nicht reicht? Schmerztechnisch geht es mir zwischendrin sehr viel besser, wie gesagt, nur zum Ende hin wird es wieder problematischer. Bezüglich der Uveitis war ich eigentlich ganz optimistisch, seit einigen Wochen bin ich bei 5mg Prednisolon gewesen. Jetzt ist wieder Tropfen, Weitstellung etc. angesagt, obwohl ich es vergleichsweise sehr früh gemerkt habe. Da ich ja immer sehr untypische Symptome habe, hat es dieses Mal zum ersten Mal geklappt, dass ich die Symptome richtig gedeutet habe, so dass jedenfalls im Moment nicht sofort Spritzen oder Kortisonstoß erforderlich sind. Aber vielleicht liegt es ja auch an Remicade, dass diese Uveitis bisher vergleichsweise leicht ist.


    Ich freue mich, wenn ihr eure Erahrungen schreibt, ich bin im Moment einfach ein wenig konfus und gefrustet,


    Theechen

  • Hallo Carol,


    Mein erster heftiger Schub war auf jeden Fall infektbedingt. Die entsprechenden Antikörper konnten damals auch nachgewiesen werden.


    Meine Frage zielte eher darauf ab, ob andere Betroffene auch im weiteren Krankheitsverlauf Erfahrung mit Rezidiven nach Infekten machen. Stress und psychische Belastung als Auslöser sind ja bekannt.... Aber die Frage ist, ob ich ständig bei Infekten mit einem rezidiv rechnen muss.


    Mein letzter Infekt war doch sehr lang und heftig und scheint das Immunsystem so aufgestachelt zu haben, dass inzwischen auch neben der Uveitis ein starker Schub in den Gelenken vorliegt. So erkläre ich mir das. Remicade kommt gar nicht mehr zur Wirkung, es hat diesmal genau 1 Woche gut gewirkt. Den erforderlichen begonnenen Kortisonstoss wiederum verträgt mein Augeninnendruck nicht mehr. Mal wieder ein neues Problem.


    Liebe Grüße


    Theechen

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