Hallo zusammen,
ich habe seit Mai 2012 eine Uveitis mit rezidiverenden cystoiden Makulaödem (erst li. dann re. und jetzt bds.) und Glaskörpertrübungen. Ich bin 36 , m, Weitsichtig 5,75 dioptrin bds und von Beruf Zimmerer. Durch die Medikamente war ich sehr lange krankgeschrieben (Dez.2012-Mai 2014), da ich kein Auto fahren und auf Dächern arbeiten durfte. Den Job musste Ich nach der Reha auch an den Nagel hängen. 100% Arbeitsunfähig . GdB 30 nach Beantragung beim zuständigen Integrationsamt.
Auch wegen den anderen Augenerkrankungen wie Nystagmus bds.(Augenzittern von Geburt an (Frühgeburt)) und Amblyopie re. (Schwachsichtigkeit)
Die Uveitis wurde bei meinem ersten Augenarzt fälschlicherweise als Retinitis Centralis Serosa diagnostiziert. Das geht schon weg einfach mal den Stress reduzieren war seine Aussage, keine Medis. Mit der Aussage habe ich mich, nach circa einem halben Jahr, nicht mehr zufrieden gegeben und eine zweite Meinung in der Uniklinik Münster eingeholt und dann den AA gewechselt. Dieser stellte dann die obige Diagnose, seitdem wurde immer wieder anfangs mit Urbason und Diamox versucht die Uveitis in Griff zu bekommen. Nach mehrmaligen ausschleichen ( 80mg auf null in 6-12 Wochen)kam die Uveitis nach eineinhalb bis zwei Wochen immer wieder zurück. Außer nach der dreieinhalbwöchigen Reha im Sept. 2013 im Schwarzwald in Höchenschwand war ich vier Monate ohne erneuten Schub.
Momentan bin ich auf 10mg Prednisolon (Predni H) und soll auf 5mg runter. Bei dem vorhergehenden ausschleich versuch war ich auf 4mg Methylprednisolon (Prdeni M) runter bekam aber einen erneuten Schub also rauf auf 16mg. Dann wieder ausschleichen bis auf null und siehe da, da ist sie wieder. Daraufhin nochmal ins UK Münster und habe die Empfehlung bekommen entweder Intravitreale Injektion (Intravitreale Injektionen sind für mich mit meinen anderen Augenerkrankung keine Option) oder mit Tabletten von 80mg auf 5mg (diese dann dauerhaft) zu reduzieren. Der momentane Schub hat mir und meiner hart erkämpften Umschulung (Holzbearbeitungsmechaniker, wenigstens nicht mehr auf´m Dach, aber weiter mit Holz arbeiten) nicht gut getan, bin seit Anfang Dez. wieder Krankgeschrieben (Auto fahren ist nicht aktueller visus li 0,32 und re. 0,25 ). Mit meiner Umschulung muss ich mal schauen wie es weitergeht eigentlich ist man nach sechs Wochen aus der Umschulung raus. Die RV sieht mich eher in einen Bürojob aber das ist nix für mich .
Jetzt mal zu meinen Fragen:
Welche Kontrolluntersuchungen sollte man wie oft bei einer dauerhaften Cortisontherapie machen ?
Wie hoch kann das Cortison dauerhaft dosiert werden? Die Ärzte meinen das 10mg eine Schwellendosis wäre und danach müsste man mit MTX und Cortison weitermachen. Unter 5mg möchte ich nicht mehr gehen da bei 4mg ein Schub kam.
Mein Gewicht halte Ich eigentlich ganz gut und konnte auch vor der Erkrankung schon sehr gut Essen. Auch von dem Cushingsyndrom bin ich bisher verschont geblieben. Naja Launenhaftigkeit, Antriebslosigkeit und Schlafstörungen sind zum Glück noch die geringeren übel.
Kleiner Tipp am Rande „ Sozialverband Deutschland “ die haben mir bei meinen Anträgen sowohl bei der Rente als auch beim Integrationsamt weiter geholfen und wissen diese auch durchzusetzen.
Ramon