Hallo Claudia,
ich bin ganz neu hier, freue mich aber dieses Forum gefunden zu haben. Toll, dass man sich hier mit Leuten austauschen kann, die ähnliche Probleme haben und verstehen, wovon man spricht. Mir geht es gerade ähnlich wie dir, das Ausschleichen diese Woche hat nicht funktioniert. Aber ich erzähle wohl erst einmal kurz von mir, bevor ich darauf eingehe.
Im Mai 2013 hatte ich meine erste schwere Uveitis anterior imn linken Auge, diese ging über sechs Wochen, anfangs stand es auf der Kippe zur stationären Behandlung, weil die Entzündung und Verklebungen so stark waren. Natürlich begann dann die Ursachenforschung und man stellte fest, dass ich eine Spondylarthritis habe (HLAB 27 positiv), in deren Rahmen auch die Uveitis einzuordnen war. Seit April hatte ich extreme Schmerzen in Rücken, ISG, Schulter, Daktylitis, Sehnenentzündungen etc. Seit 5 Monaten nehme ich jetzt Sulfasalazin, viele Schmerzmittel und Prednisolon (oft auch hochdosiert) ein. Inzwischen geht es mir besser.
Leider ist aber im Oktober wieder eine Uveitis aufgetreten, als ich gerade im Rheumakrankenhaus war, dieses Mal Uveitis intermedia und anterior. Und ich muss wohl zwischendrin auch eine unbemerkte Entzündung gehabt haben, weil alte Synechien da waren, die nach der ersten Uveitis nicht vorhanden waren. Komischerweise hatte ich aber nie ein rotes Auge, ich kann mich nur erinnern, dass ich Anfang August mal einen Tag lang einen stechenden Schmerz im Auge hatte, da ich am Tag danach mit einem Prednisolon-Stoß mit 50mg über 5 Wochen anfing, kann es sein, dass dadurch eine Uveitis gestoppt wurde. Im Oktober sind wir der Uveitis gleich mit einer Spritze Dexaflam subkonjunktival, Inflanefran stündlich, Zyclo EDO 3x/täglich und hochdosiert Prednisolon (75mg reduziert bis aktuell 7,5 mg) auf die Pelle gerückt. Montag diese Woche war mein Auge reizfrei. Ich habe mich riesig gefreut und Inflanefran wurde auf 4x/täglich, Zyklo auf 1x/täglich, Prednisolon auf 7,5mg reduziert. Heute war ich in der Augenklinik, leider wieder eine, zum Glück bisher nur leichte Entzündung, es besteht ein Makulaödem (davon hatte bisher niemand gesprochen, die Augenklinik meint aber, dass es bestimmt zu Beginn stärker war und durch die Therapie schon zurückgegangen ist). Komisch, das hätten doch die anderen Augenärzte auch erkennen müssen? Es wurde allerdings erst heute so eine Schichtaufnahme gemacht, weil meine Sehstärke nach wie vor nur 30% ist.Wenn das Makulaödem nicht zurückgeht, soll so ein Implantat in den Glaskörper gespritzt werden, das kontinuiertlich Kortison abgibt, den genauen Fachbegriff weiß ich jetzt nicht. Das Ausschleichen ist also leider schon am 3. Tag fehlgeschlagen. Vielleicht war es ja einfach nur zu früh. Eigentlich hatte ich gestern überlegt, den Termin heute abzusagen, weil die Entzündung ja schon weg war, wie gut, dass ich trotzdem gegangen bin, weil mich die Zweitmeinung der Augenklinik interessiert hat, wie man bei Rezidiv jetzt weiterverfährt.
Wie ich dich verstanden habe, versuchst du ja schon lange auszuschleichen und es klappt nicht. Wie lange geht das jetzt so? Und gibt es nicht die Möglichkeit mit Immunsuppressiva die Entzündung auf Dauer zu unterdrücken oder hat das schon mal jemand angedacht? Das ständige Tropfen ist ja auch nicht ohne Risiken. Du hast auch etwas von Pflegetropfen geschrieben. Wurden die dir empfohlen und was bewirken sie? Würdest du das empfehlen?
Ganz liebe Grüße
Theechen