Zuersteinmal hoffe ich im richtigen Threat gelandet zu sein, falls nicht bitte verschieben.
Dann sollte ich vielleicht dazuschreiben das die Überschrift absichtlich so gestalltet ist und nichts mit meiner Signatur zu tun hat ![]()
Also warum "MEINE" in Großbuchstaben ?
Weil die Auswirkungen nach meiner Erfahrung so vielfälltig sind wie die Patienten (wer sich nie damit befassen mußte ist Anfangs erschrocken wieviele Menschen an Uveitis in jeglicher Form leiden - ich war es zumindest).
Die Lebensumstände vor der Erkrankung sind gleichermaßen ein Grund warum "MEINE" Uveitis für mich etwas ganz persönliches darstellt.
So genug drumrum geschrieben sonst komm ich nie auf den Punkt (hab einfach zu viel Zeit).
Ich bin als Mann mit 32 Jahren im Sommer 2012 an Uveitis erkrankt. Bei dem was ich hier und in der Bonner Universitätsklinik so mitbekommen habe also noch sehr neu dabei
. Sie kam über Nacht und hat meinen Augenarzt veranlasst mich ersteinmal für 6 Tage in Bonn einzuquartieren.
MEINE Uveitis beschränkt sich vom ersten Tage an auf mein rechtes Auge - dem linken Auge geht es gut.
Sämtliche Untersuchungen bestätigen was ich schon wußte, ich bin kerngesund.
Ein Auslöser also nicht zu finden, aber wie die Betroffenen wissen ist das eher die Regel als die Ausnahme
.
Einzige Therapiemöglichkeit für mich schien also Kortison zu sein. So weit so gut (dachte ich).
Als eigentlich immer schon gesunder Mensch hat man ja keine Ahnung von Medikamenten.
Denn erst jetzt nach dieser kurzen Vorgeschichte kommt der Brüller an "MEINER" Uveitis.
ICH BIN SEITHER KRANKGESCHRIEBEN
10 Monate krankgeschrieben wegen einer Uveitis, warum denn das?
HÖHÖ - Wegen der angeschriebenen Lebensumstände. Mein zuletzt ausgeübter Beruf war Berufskraftfahrer.
Ja war, Betriebsgröße zu gering also leider Rechtens.
Immer wenn ich in der Bonner Uniklinik an eine/n neue/n Ärztin/Arzt gerate und den Auszahlschein meiner Krankenkasse hinlege gucken die mich schief an.
Bis ich dann sage was mein Job war.
Mit meiner Medikamenten Menge weigern die sich leider das mir erteilte Fahrverbot aufzuheben. (Versteh ich garnicht ich sitz doch hoch genug in meinem LKW und so viel Metall drumrum, mir passiert doch nix) - BITTE keine bösen Texte das ist Galgenhumor! (oder die Medis
)
Ich verstehe ja wie Kortison wirkt und wenn meine Frau tageweise sagt ich sei komisch drauf dann glaube ich ihr das, weil so ein paar der Nebenwirkungen dieses Medikaments kann ich leider nicht leugnen. (Jetzt mußtet Ihr bis hierhin lesen um den Hinweis zu finden das meine Medi-Liste ganz unten steht
)
"MEINE" Uveitis hat es also geschafft mich in einen Teufelskreis zu ziehen. Wegen der Medis darf ich nicht fahren also werde ich krankgeschrieben -
weil ich krankgeschrieben bin höre ich von Personalchefs nur "Melden Sie sich wenn Sie wieder gesund sind"
Machen wir uns nix vor, hätte ich zum Zeitpunkt meiner Erkrankung einen Börojob gehabt wäre ich schon längst wieder am arbeiten
(bin ich fest von überzeugt).
Nun wie dem auch sei so sitze ich hier im 10ten Monat und drehe mich im Kreis. Unnötig zu erwähnen das es sich tatsächlich wie der 10te Monat anfühlt denn natürlich habe ich zugenommen - 25kg seid er letzten Wiegung.
Ich werde das hier immermal editieren, weil ich bin ja noch nicht fertig und die Ärzte spielen ja noch an "MEINER" Uveitis rum. Is doch toll das die nach Monaten auch der Meinung sind so lange Kortison wäre nicht gesund (bin doch eh krank). Darum stellen wir um auf MTX (Methotrexat) eigentlich ein bewährtes Rheuma Medikament (noch hab ich zwar keins aber ich werd ja nich jünger).
Nur wie sagte der Rheumathologe - wir müssen uns da rantasten. Somit Kortison reduzieren und hoffen das MTX hoch genug is wenn nicht, wie kurz vor Sylvester wieder als Notfall in die Uniklinik weil wir zu schnell und zu viel Kortison reduziert haben.
Ja hatte ich auch schon is nicht witzig aber nicht zu ändern, wenn ich den Plan fürs Kortison ausschleichen so lese werde ich in 8 Wochen wieder ein Notfallpatient sollte das MTX in seiner jetzigen Dosis nicht wirken.
Hoffen wir das beste und bereiten uns aufs schlimmste vor - wie immer.
Wenn Fragen zu den einzelnen Untersuchungen oder sonstigem sind, die habe ich hier absichtlich nicht extra aufgeführt aber ich hab glaub ich schon einiges durch.
(Wenn man wie für einen Mann nicht unüblich Angst vor Spritzen hat, ist eine Kortison-Spritze direkt unters Auge noch viel weniger ein Vergnügen)
Nun zu meiner Medi-Liste in der dieswöchigen Zusammenstellung (ja ich bin seid 10 Monaten krank):
MTX = 20 mg wöchentlich (bin ja mal gespannt)
Kortison = 30 mg täglich (kein Kommentar, warum ich Fahrverbot habe is mir klar)
Folsäure = 5 mg täglich (nein nicht Schwanger, auch wenn die Kugel an meinem Bauch an dieser Aussage zweifeln lassen könnte)
Vitamin D = 0,025 mg täglich (hab ich bei der Dosis noch nie verstanden, aber immer rein)
Ich hoffe das passt zum Thema und vielleicht regt es ja dazu an dieses Forum etwas zu beleben. Ein mach dir keine Sorgen und das wird schon wieder braucht kein Forum.
(Ich bin auf 2 Dinge allergisch - Atropin und Mitleid)
Zum Abschluß möchte ich noch schreiben wie dankbar ich bin das meine Frau so geduldig ist, auch wenn sich das seltsam ließt weil Sie kennt es aufgrund einer anderen Erkrankung die nicht sehr schön ist und schon dafür gesorgt hat die Sie mal Monate lang nicht arbeiten konnte. Nur möchte ich mir nicht vorstellen wie schwierig es mit einer Partnerin wäre die es nicht verstehen kann, weil sie es nicht kennt. Denn auch ich habe gelernt das zu akzeptieren das jemand lange krank ist ein großer Unterschied ist zu, es zu verstehen das jemand lange krank ist.
Lieben Gruß und reißt euch zusammen,
euer Max